hl. Josef Freinademetz

Gebet und Betrachtung

Aus den Quellen:
Irsara Pietro, Lettere di un santo. L’amore per il prossimo, la famiglia e la Badia;
Irsara Pietro, Beichtzusprüche, Manuskript;
Irsara Pietro, Predigten, Manuskript;

Das Leben ohne Gebet ist der sicherste Weg zur Hölle.
Brief Nr. 37, an seine Eltern, wahrscheinlich in 1891, S. 65

 

Gebet ist der Schlüssel zum Himmel;
ohne ihn öffnet sich für niemand das Tor dorthin.
Predigt Nr. 93; 11. August 1878, in San Martino, Manuskript, S. 594

 

Das Gebet ist unsere Stärke, unser Schwert, unser Trost
und der Schlüssel zum himmlischen Paradies.
Predigt Nr. 94; 18. August 1878, Abschied von Badia, Manuskript, S. 599

 

Für dich gibt es noch eine Leiter zum Himmel: Gebet.
Betrittst du diese nicht, bist du verloren.
„Beichtzusprüche“ (18.Juli 1878), Manuskript, S. 07

 

Sammlung und Betrachtung:
Willst du wahrhaft weise sein - die Einsam­keit sei deine Akademie, Christus dein Lehrer, Himmel und Erde dein Buch, Betrachtung und Gebet dein Studium.
„Beichtzusprüche“ (1877/78) Manuskript, S. 12

 

Beim Gebet istdie Hauptsache
das Gefühl der Demut und Dürftigkeit und des Vertrauens.
„Beichtzusprüche“ (1877/78) Manuskript, S. 66

 

Das Gebet ist der Schlüssel zum Paradies.
Das Gebet ist der Stab auf unserem Pilgerweg,
die Quelle lebensspendenden Wassers,
die Speise, die unsere Seele stärkt.
Predigt Nr. 93; 11. August 1878, in San Martino, Manuskript, S. 594

 

Wie derBaum notwendig die Erde braucht, aus der er Saft und Nahrung erhält,
so braucht die Seele das Gebet.
Wie der Fisch außerhalb des Wassers nicht leben kann,
so kann die Seele nicht leben ohne Gebet.
Wie rings um eine Wasserquelle alles grünt und blüht und Frucht bringt,
so blüht die Tugend in einer Seele, die betet.
Predigt Nr. 28; 29. Oktober 1876, Manuskript, S. 049

 

Zum Beten braucht man nicht mehr Zeit als um nicht zu beten.
Wenn du Zeit zum Atmen hast, dann hast du auch Zeit zum Beten.
Warum? — Zur Ehre Gottes atmen ist Gebet; ein gutes Leben ist Gebet;
Arbeit, die durch die gute Meinung geheiligt wird, ist Gebet;
essen, trinken, schlafen, sich in anständiger Weise vergnügen, ist Gebet.
Beten ist nichts anderes als den Geist zum Herrn erheben.
Predigt Nr. 83; 27. Mai 1878, in Marebbe, Manuskript, S. 561

 

Um all die erwähnten Blumen (Reinheit, Gottergebenheit, Demut, Liebe)
unseres Herzens vor dem Verwelken zu bewahren,
sorgen wir für einen Brunnen
mit beständig fließendem, reinem, gesunden Wasser.
Und dieses Wasser sei uns das anhaltende, andächtige Gebet.
Ich meine nicht so sehr feste mündliche Gebetesformen,
als vielmehr den Geist des Gebetes, der unser ganzes Tagewerk,
jaunser Essen, Schlafen, Spielen, Atmen in Gottesdienst verwandelt.
Predigt Nr. 95; Vortrag an die Schüler in Steyl, 23.02.1879, Deutsches Manuskript S. 83

 

Wenn ich sage, daß wir viel beten müssen, so will ich damit nicht sa­gen,
daß man immer mündlich beten muß.
Die Abtötung und Unterwerfung unter den Willen Gottes ist das beste Gebet.
 Predigt Nr. 28; 29. Oktober 1876, Manuskript, S. 051

 

Das betrachtende Gebet besteht der Hauptsache nach darin,
daß ihr alles was ihr seht, was ihr hört, was euch begegnet,
Gutes und Böses, Angenehmes und Unangenehmes,
kurz alles, was ihr mit den äußeren Sinnen wahrnehmet,
zurückführt auf Gott, in Verbindung bringt mit dem Übernatürlichen,
mit dem Jenseits und eurer ewigen Bestimmung.
Predigt Nr. 19; 25. März 1876 in Schalders, Deutsches Manuskript S. 55

 

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